Die Barockzeit
Die Barockzeit ist die Stilepoche der europäischen Kunst von etwa 1600 bis zum Jahr 1770. Aufgrund der sehr langen Dauer der Stilepoche wird die Barockzeit in drei Phasen unterteilt: Frühbarock (1600-1650), Hochbarock (1650-1710) und die Spätbraockzeit (1710-1770).
Das Barock löste die Stilepoche des Renaissance ab und so traten an Stelle von geradliniegen und rechtwinkligen Stilmerkmalen ausladende Verzierungen mit der Betonung des kraftvollen und Elementaren. Der wachsende Wohlstand in den Städten führte dazu, dass die Bürger ihren Lebensstil dem des Adels immer weiter anpassten, so wuchs auch in den bürgerlichen Kreisen die Vorliebe für prunkvolle Möbel.
Vor allem in Deutschland und Frankreich hatten die Möbel in der Barockzeit einen repräsentativen Charakter mit prachtvollen und üppigen Formen. Daraus folgte, dass die Schreiner und Möbeldesinger nicht mehr ausschließlich Einzelstücke fertigten und entwarfen, sondern komplette Einrichtungsgarnituren. Somit waren die Möbeldesigner für die komplette Einrichtung von Wohnungen und Schlössern verantwortlich. Während der Barockzeit entwickelte sich zum ersten mal in der früheren Möbelgeschichte der Trend zu einem einheitlichen Einrichtungsstil. Durch den zunehmenden Welthandel waren zur damaligen Zeit Tropenhölzer wie Mahagoni, Palisander, Rosen- und Ebenholz verfügbar, die besonders im Möbelbau als besondere Furnierungen und Einlegearbeiten Verwendung fanden. Weiterhin dienten während der Barockzeit Schildpatt, Perlmutt, Elfenbein und Messing zur Verzierung, wie auch als Beschläge.Weitere Informationen finden Sie auch
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